POESIE BLOG

Schlüssel zum Sommer

Die Schlüssel zum Sommer sind verloren gegangen,
zwischen der Arbeit und dem ständigen politischen Gerangel.

Kaum gemerkt, wie die Zeit vergeht. Die Straßen werden wieder grau
und verlieren ihr Sommerglitzern durch den ständigen Regen.

Zu kurz war die Zeit, denn die Zeit drängt uns nun in der Dunkelheit
zur Arbeit zu gehen. Unsere Pläne wieder einmal auf Eis liegen.

Die Blätter fliegen zu schnell im täglichen Rausch. Der Herbst spielt seine Musik und ich fordere dich auf mit mir tanzen zu gehen.

Mit prasselnden Regen und den kleinen stürmischen Winden fegen wir durch Wohnung und bereiten uns vor für unseren Tanz ins Eheleben.

Und ich bin mir sicher die Schlüssel tauchen wieder auf, holen alle Pläne
aus den Schubladen raus und werden am Hochzeitstag Softeis lecken.

Bis dahin kuschle ich dich einfach nieder, versprühen Funken durch aufschlagende Augenlider. Sparen Energie durch unsere Körper, die eng aneinander liegen.

Die Schlüssel zum Sommer liegen
übrigens in unserer Kleinigkeitenbox bei den Sommerbildern.

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Das Wunder in dir

Es sticht hier und da.

Man fragt sich,

was nur los ist,

mit einem selbst.

Man will sich gehen lassen,

sich hinreißen lassen

von den Massen.

In der Bewegung

mitgetrieben werden

und kurz vergessen,

was sich innerlich zeigt.

Am Ende bleibt nicht viel,

außer immer wieder

das eigene gewählte Ziel.

In einem Moment,

vor deinem Auge

erschleicht sich

der eine Gedanke.

Wie durch ein großes Wunder

kommst du aus dir heraus,

beginnst von vorn,

bei dir allein zu sein,

nicht mit den Massen 

zu verschwimmen,

um daran zu arbeiten,

was deine Wichtigkeit ist.

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Du wirst zum Leuchtfeuer

Auch im schillerndsten Licht
finden wir an so manchen Tagen keine Antworten.
Die Motten kreisen und verbergen alles,
was die Welt sonst noch so bewegt.
Menschen verstecken sich
und haben keine Gedanken für uns übrig.

Sie sind wankelmütig.
Wir nehmen es ihnen nicht übel,
sie meinen es nicht so, nicht?
Die dunkle Stille ist die Wahrhaftigkeit
genau in diesem Moment.
Dieser Moment besiegt dich aber nicht,
denn du verschaffst dir dein eigenes Licht.
Du bist der Funken und zündest die Helligkeit
– für ein bisschen Klarheit in dieser Welt.
Es lodert in dir, das Feuer,
und fängt an zu brennen.

Da leuchtest du schon von der Ferne –
wie eine Fackel im Wind.
So stark und kräftig aus einem Stück trockenem Holz,
mit viel Sauerstoff gebunden.
Aus deinen Gedanken entspringt die Wirklichkeit,
wie alles sein kann durch den Funken in dir selbst.
Denn wenn alles schwindet,
wirst du zum Leuchtfeuer.

-A

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Lass mich dich lieben

Lass mich dich lieben,
ohne uns zu verbiegen,
dich einhüllen in mein Leben,
so dass es unseres wird,
mit unseren Geschichten.

Lass mich dich küssen,
an Stellen, die dich verzücken,
dich berühren und verführen
an jedem verdammten Tag,
den wir zusammen haben.

Lass mich deine Schönheit spüren
im Dunkel der Nacht,
denn was du in dir trägst,
kommt dann noch besser zu Tage,
du so schön von innen nach außen lachst.

Komm, lass mich deine Hand halten
und ein bisschen bei dir verweilen,
bis die Sonne den Mond versiegelt,
meine Augen wollen dich nicht loslassen
und doch der Schlaf mich irgendwie besiegt.

Lass mich dich lieben,
ohne uns jemals zu bekriegen,
Blicke austauschen, die nie versiegen,
wie die kitschigen Sonnenaufgänge,
die auf den Polaroids mit uns gemeinsam festkleben.

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NACKTBADEN

Nacktbaden

Der Sommer in seinen letzten Zügen.
Die Sonne brennt auf meinem Rücken,
Schweissperlen spielen und kitzeln mich,
laufen davon, bin benommen vom Licht.

Der Weg zum Strand mich schindet,
das Hemd schnell meine Hände findet,
mein Körper atmet die 7 Winde,
Schweissperlen in die Hose rinnen.

Die Zehen spielen im Sand,
kaum zwei Seelen am Strand,
streife langsam die Hose ab,
alles, was klebt, alles, was ich anhabe.

Ich rausche mit der Freiheit ins Wasser,
geniesse jeden Tropfen, der mich umhüllt,
meine Haut sich zusammenzieht und abkühlt,
schwimme hinaus Zug um Zug ins Freie.

Die Wellen treiben mich zurück,
bin berauscht vom Meer & und von nacktem Glück,
weil alle meine Sinne nun Eins bilden,
kann ich wieder klarsehen.

Lasse die letzten Sonnenstrahlen ihre Arbeit tun,
auf jeden Zentimeter trocknen die Tropfen,
bleibe noch ein bisschen nackt liegen,
weil sich alles so viel besser anfühlt.

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