POESIE BLOG

Abgestecktes Reich

Eines meiner ersten Gedichte und bestimmt um die 20 Jahre alt.

Du kannst mich nicht hören.
Mich nicht sehen.
Ich bin um dich herum.
Verstummt.

Du kannst mich nicht fühlen.
Mich nicht begehren.
Die Welt ist
nicht die deine.

So nah, dass
ich deinen Atem spür.
So weit,
wenn ich dich berühr.

Von Angesicht zu Angesicht
keine Reaktion von dir.
Unscheinbare Bewegungen
im Geist verbleiben.

Mir das Weiterleben
erschweren.

-A

Wie findest du “Abgestecktes Reich”. Lass mir gerne ein Kommentar da!

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Lass mich

Komm lass mich,
lass mich mal machen.
Herausfinden für heute,
über welchen Unsinn wir morgen lachen.

Komm lass mich,
lass mich heute regieren.
Den Thron besteigen am besten für einen ganzen Tag.
Jeder weiß genau du regierst mich in der Nacht.

Komm lass mich,
lass mich an den Strand gehen.
Den Wind um den nackten Arsch wehen,
unsere Füße ins warme Wasser bewegen.

Komm lass mich,
lass mich auf Bäume steigen.
Die Tarzan – von Ast zu Ast schwingen
und in unserem Baumhaus gemeinsam singen.

Komm lass mich,
lass mich auf Reisen gehen.
Auf einer Eisscholle ein Feuer mit dir zünden,
die Grillwürste mit gefrorenem Senf bepinseln.

Komm lass mich,
lass mich in die Vergangenheit
den Sound der 80er mit Stirnband live erleben,
die Schulterpolster heimlich in dein Jackett einkleben.

Komm lass mich,
lass mich in deine Gedanken springen.
Gemeinsam den Unsinn mit dir spinnen,
herausfinden für welchen Blödsinn wir morgen abstimmen.

-A

Das Gedicht kannst du auch hören auf Apple Music

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Verliebte Jungs

Ich bin ein Junge,
der einen Jungen liebt,
weil das Herz und die Seele
dies so entschied.

Weil seine Augen leuchten
wie 100-karätige Diamanten,
wenn sie aufschlagen,
explodieren sie wie Dynamit.

Ich bin ein Junge,
der Liebe empfindet,
Rosa sieht, wenn alles schwindet,
weil er meinen Kopf und Herz entzündet.

Wir sind die Einigkeit,
vielleicht auch in der Streitigkeit,
wenn Klobrillen oben
und die Klamotten verteilt auf dem Boden.

Ich liebe einen Jungen,
weil er mich anfasst,
als gäbe es kein Morgen.
Sex vertreibt bekanntlich Kummer und Sorgen.

Wir können auch reden,
begleitet durch Tränen,
die wir trockenen mit Küssen
oder schnell wegwischen.

Wir sind verliebte Jungs,
obwohl wir Männer sind.
Wir haben entschieden,
wir bleiben Jungs
bis zum Schluss.

-A

Auch in der MÄNNERROSA Band 1 Kindle Version enthalten

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F_cking beautiful

Wenn du da so stehst,

dein offenes Hemd im Winde weht,

deine zarte Haut entblösst,

und die Bräune auf der Brust verrät,

kleine Schweissperlen herunterfliessen,

deine Shorts knackig achtern sitzen,

weisse Poporänder hier und da durchblitzen,

deine Gedanken mit den Wellen hinausschwimmen,

dich nicht stört was die Leute von dir denken,

macht dich das so *fucking beautiful* für mich,

zauberst mir ein Lächeln ins Gesicht,

bist meine Sonne für hier und jetzt,

unsere Ringe glitzern im Licht,

mit der Hoffnung auf immer und ewig.


Wie findest du die Kategorie Liebesgedichte? Hast du eine Anregung, dann lass mir gerne ein Kommentar da.

-A

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Die Segel kennen den Wind

Wieder ein Hafen, den ich befahre.
Wieder ein Hafen voller Gefahren.
Die Segel sich den Weg bahnen,
aber der Wind Unruhe verrät.

Die Verfolger
sind nah oder fern.
Ich weiss es nicht mehr.
Keine Orientierung in diesem Meer.

Das Glas doch mehr verrät.
Wir wenden ab!
Sie sind schon hier.
Doch nicht mit mir.

Die Segel sind gesetzt
und reissen uns mit auf die hohe See.
Die Unruhe des Windes
uns zum Sieg verhilft.

Stürmische See
trag uns zu einem Ort,
wo wir den Durst und Hunger löschen.
Trag das Schiff zum Ufer meiner Insel!

Eises Kälte, Schneestürm,
Hitze, unausstehliche Stille,
nichts bleibt aus,
wenn man sich vom Wind leiten lässt.

Ein Ende sieht das Glas.
Das Land, das Ufer,
welches die Verfolger nie erreichen.
Es ist meine unsichtbare Welt.

-A

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Antikriegslyrik: Dein Held

Ich kann heute nicht dein Held sein.
Ich ziehe in den Krieg.
Ich kann nicht dein Held sein.
Unser Alltag in Scherben liegt.

Flieh mit deiner Mutter
vor dem Wahnsinn eines Mannes.
Flieh mit deiner Schwester
sie weißt dir den weg

Ich komme nach sobald ich kann.
Ich bin nicht dein Held heute.
Nur  dein liebender Vater
mit einer Waffe in der Hand.

-A


Diese Antikriegslyrik entstand als der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist und steht für jeden weiteren Krieg und liebenden Vater, der für sein Land in den Krieg ziehen muss. Ein Vater sollte im Alltag des Lebens ein Held für sein Sohn sein und nicht im Krieg.

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